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Resümee

Transalp +3 (also drei Tage nach der Transalp)

Ich könnte schon wieder losfahren. Das waren sechs Tage mit Idealbedingungen: stabiles Wetter, keine Defekte am Rad, keine Defekte am Fahrer. Vor allem das Wetter war genial, da ich bis spätabends fahren konnte und dann Wege frei waren, die ich tagsüber höflicherweise den Wanderern überlassen würde.

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Transalp mal zwei

Transalp

Bin auf der Hütte früh aufgestanden, die Berge vor Sonnenaufgang waren absolut sehenswert. Dann einen Kaffee und runter ins Tal. Können Motorbiker eigentlich auch Serpentinen fahren, ohne die Kurven zu schneiden? Wahrscheinlich nicht. Und können Autos einen Parkplatz so verlassen, dass die Steinchen dort bleiben und nicht auf der Straße liegen? Wahrscheinlich auch nicht. Saugefährlich hier. Vielleicht habe ich einfach nur Hunger.

Der eine oder andere Rennradfahrer kommt mir entgegen, kurz vor Brixen werden es immer mehr. Frühsport heißt hier, mal kurz zur Plose rauffahren. Würde ich auch gerne, aber ich muss leider nach Hause.

Für meinen Wunschzug bin ich viel zu früh, ich kann ja schon mal ein Stück in die richtige Richtung radeln, zum Beispiel bis Franzensfeste oder Sterzing, und dort den nächsten nehmen.

Es läuft ganz gut und ich fahre einfach weiter, unterwegs treffe ich einen einheimischen MTBler, der in der Mittagspause nach Hause radelt. Er verrät mir top-geheime Abkürzungen für den Eisacktalradweg und zeigt mir vor seinem Haus den Dorfbrunnen, der so ziemlich das beste Wasser von ganz Südtirol hat.

Also rauf zum Brenner, das letzte Stück geht über die Trasse der alten Bahnstrecke. Und wenn man einmal oben ist, braucht man bei gutem Wetter auch nicht mehr in die Bahn steigen, bis Innsbruck sind es jetzt nur noch vierzig Kilometer bergab.

Sitze nun im Zug nach Hause, die Transalp ist vorbei. Eine Minitransalp. Eine doppelte Minitransalp.

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2.157 Meter

Transalp

Heute große Ehrenrunde. Diverse Berge umrundet. Viele Schiebestücke, aber auch traumhafte 1a-Wege. Handtuchbreite Schottertrails mit feinsten weißen Steinchen, so stelle ich mir auf dem Tennisplatz den Weg zur Bar vor. Aber Peitlerscharte und anschließender Peitlerkofelrundweg quasi nicht fahrbar. Zumindest nicht nach zehn oder mehr Stunden. Zumindest nicht für mich.

Unglaublich schöne leere Strecken am Abend, wenn alle schon auf der Hütte sind.

Apropos Hütte. Schlüterhütte gleich Spießerhütte. Viele Leute, vermutlich geshuttled. Lieber weiterfahren.

Die Maurerberghütte. Mauraberghütte. Übernachtung für 2.157 Euro auf 9 Metern. Oder andersrum. Essen ebenfalls bezahlbar und ordentliche Portionen, aber dann ist die Reisekasse auch leer. Werde morgen einen Kaffee nehmen und auf dem Weg ins Tal die nächstbeste Bäckerei stürmen.

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Extraknödel

Transalp

Der Weg zum Pfitscherjoch war besser, als vor zwei Jahren. Oder ich war besser. Aber einmal bin ich nicht rechtzeitig raus und habe mir den Fuß verknackst oder verdreht oder weiß der Henker. Und das hat sich ab dem Höhenweg kurz vor Mühlbach schmerzhaft bemerkbar gemacht. Vielleicht hätte ich am Achensee das Bier doch nicht mit den Klickies aufmachen sollen, bestimmt bin ich deshalb so schlecht aus dem Pedal gekommen.

Aber geschafft bis zur Ronerhütte. Nach einem großen Holundersaft und Schuhe aus gings besser. Ein ziemliches Tohuwabohu aus Kuhglocken und Rentnergeschnatter. Außer den Kühen und mir wurden dann alle mit PKWs und einem modernen Kleinbus Richtung Tal geshuttelt. Merke: Rodeneckeralm gleich Rentneralm, Ronerhütte gleich Rentnerhütte. Lieber weiterfahren.

Rastnerhütte. 1.930 Meter. Edles Zimmer, stolzer Preis. Das heisst, morgen wird gespart, Zimmer ohne Frühstück und Brot aus dem Supermarkt. Aber das Essen auf der Hütte war reichhaltig. Nudeln als Vorspeise, wunschgemäß zur Hauptspeise einen extra Knödel und wenig Gulasch, die meisten Gäste wollen es bestimmt andersrum. Und jetzt noch einen Strudel.

Was mir noch aufgefallen ist: Wenn es windig wird, naht das Joch oder schlechtes Wetter. Wenn am Straßenrand Halteverbotsschilder auftauchen, naht ein Parkplatz mit Kassenautomat. Und wenn es oben kurz vorm Berg einen Parkplatz gibt, dann ist am späten Nachmittag bergab die Hölle los. Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben: Tino Mar – Die Regeln der Berge. Oh je, höchste Zeit, schlafen zu gehen.

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Unterholz und Sumpfgebiete

Transalp

Von Weerberg aus zur Hausstatt und rauf zur Nonsalm. Hat nicht ganz geklappt, stattdessen verschiedene Forstwegsackgassen kennengelernt und Kletterei durch Unterholz und Sumpfgebiete probiert. Nonsalm noch erreicht, hätte ich mir aber sparen können. Alte Ställe mit Kühen und so.

Die nächste Abkürzung war wunderschön, aber für mich kaum fahrbar – der Schumannweg als Abkürzung zur Schluchtstrecke. Liebhaber verblockter Singletrails würden hier ihre Freude haben.

Jetzt Dominikushütte. Kaaspressknödelsuppe. Super. Gleich noch Käsespätzle und vielleicht einen Kaiserschmarrn.

Die meisten Radler, mit denen ich bisher unterwegs gesprochen habe, fahren weniger als ich. Das erstaunt mich ehrlich gesagt, weil nach der Saison alle Transalper Wahnsinnszahlen präsentieren, vor allem bei Trainingsfahrten oder abends am Tresen.

Andere Gäste auf der Dominikshütte kommen aus Polen und haben fette Kameras dabei. Der Hüttenwirt sagt, sie sind Profis. Und sie fragen, ob es einen Rabatt gibt, wenn ihm die Bilder gefallen. Fotograf müsste man sein.

Übrigens bin ich komplett zerstochen, an den unteren Oberschenkeln und am Gesäß. Mücken sind das nicht, wohl eher Bremsen. Einen effektiven Insektenschutz habe ich im Rucksack, aber da nützt er natürlich wenig.

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Weerbergrennen

Transalp

Kurzer Stopp am Achensee. Es ist Regen angekündigt, aber noch ist es schön, das heisst, außer mir ist hier kaum jemand. Ich mache es mir mit Rad und Rucksack auf einem Steg gemütlich, zwischendurch drehe ich eine Runde im See. Apropos gemütlich: wie lässt sich mit MTB-Klickies eine Flasche Bier öffnen? Gar nicht so einfach.

Die Auffahrt nach Weerberg ist im Feierabendverkehr ein recht spezielles Erlebnis. Früher wurde hier das Weerbergrennen ausgetragen, eine internationale Motorsportveranstaltung. Heute brettern die Nachfahren der Tiroler Rennfahrer die Serpentinen hoch, das Tempo auf den Geraden ist mehr als ungewöhnlich.

Auf der Hausstatt ist alles voll, sowohl im Neu-, wie auch im Altbau. Also 400 Höhenmeter gespart, aber nur für heute, morgen früh fahre ich da ohnehin rauf. Im Tennisstüberl ist auch alles voll und in der Pension schräg gegenüber war niemand, obwohl die Tür offen stand. Im Schwannerwirt bin ich herzlich willkommen, zu einem fairen Preis gibt es ein einfaches, sauberes Zimmer. Angeblich ist auch eine Gruppe da, gesehen habe ich nur ein älteres Seniorenpärchen, sie wirken nicht so, als seien sie mit dem Rad hier.

Auf der Terrasse läuft Tiroler Volksmusik vom Band.

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Irschenberg – vorbei am Stau

Transalp

Gasthof Aurach. Das geht ja gut los. Gestern M.’s Party, heute der heißeste Tag des Jahres. Nach G.’s Empfehlung, und weil die Feier nicht all zu lang ging, bin ich heute nicht auf der kürzesten Strecke unterwegs, sondern nehme jede Steigung mit, z.B. den Irschenberg, parallel zur Autobahn. Dann runter durchs Leitzachtal, dort gibt es ein paar Stempel für den fleißigen Wanderer, die machen sich natürlich auch in einem Radtourenbuch ganz gut. Online lässt sich das nicht so einfach zeigen, da müsste man schon ein Foto machen und hochladen – vielleicht später mal.

Kurzer Blick in die Reisekasse, bevor ich den Kaffee bezahle – o.k., nicht üppig, aber es sollte reichen.

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Unter Hundert

Transalp -2 (d.h.: noch zwei Tage bis zur Transalp)

Ein Ziel habe ich schon erreicht, obwohl ich noch gar nicht losgefahren bin: unter 100! Das Gesamtgewicht meiner diesjährigen Transalp liegt erstmals unter hundert Kilo – inklusive Fahrer, Fahrrad, gefüllten Trinkflaschen und Gepäck. Jede Socke, jede Hose und jede Zahnbürste musste erst den ultraschmalen Weg über die Briefwaage gehen, bevor sie eventuell einen Platz im Rucksack hatte. Zuletzt habe ich auf Energiegels verzichtet, um Ladekapazität für ein Fläschchen Wunddesinfektion zu schaffen. Nach mehreren Stürzen in den vergangenen Wochen war mir das irgendwie ein Anliegen…

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